Jein und Amen

Ambivalenz und Ambiguität: Herausforderung oder Ressource für Glaubenspraxis und die Rolle der Religion in der Gesellschaft?

18.06.2021 - 22.06.2021

Thema

Jein und Amen – geht das zusammen? Die Postmoderne ist gekennzeichnet durch das „Ende der Eindeutigkeit“ (Zygmunt Baumann). Die Bedingungen des Lebens sind „vuka“ (volatil, unsicher, komplex und ambig) und die Sehnsucht nach Eindeutigkeit ist groß. Den vielschichtigen Lebenskontexten jedoch entsprechen einfache Antworten immer weniger. Das betrifft auch den Glauben. Ethische Maßstäbe, theologische Inhalte sowie religiöse Vollzüge können längst keine selbstverständliche Eindeutigkeit mehr erschaffen. Kann Ambiguitätstoleranz Perspektiven öffnen?

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Programm

Freitag, 18.06.2021
16:00 Uhr
Begrüßung, Programmvorstellung und Einführung

Annette Behnken, Studienleiterin, Loccum

16:15 Uhr
Ambivalenz, Komplexität, Widersprüchlichkeit Begriffserkundungen zum Thema und seinen Grenzen

Prof. Dr. Maren Bienert, Systematische Theologie, Stiftung Universität Hildesheim

17:15 Uhr
Ambivalenz im Glauben?

Ein Begriff und seine zwiespältigen Folgen für religiöse Orientierung in der Gegenwart.
Prof. em. Dr. Michael Klessmann, Praktische Theologie, Berlin

18:00 Uhr
Diskussion in Kleingruppen

18:30 Uhr
Einträge aus den Gruppen

19:00 Uhr
Pause

20:00 Uhr
Ambiguität und schöpferisches Tun

Prof. Gunnar Spellmeyer, Entrepreneur, Innovator, Professor für Industrial Design, Hochschule Hannover

21:00 Uhr
Ende

Referierende

Prof. Dr. Maren Bienert
ist Juniorprofessorin für Systematische Theologie an der Stiftung Universität Hildesheim, Mitglied im Vorstand der Ernst-Troeltsch-Gesellschaft e.V. und war Mitglied im Netzwerk der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Projekt „Cofessio im Konflikt. Religiöse Selbst- und Fremdwahrnehmung im 17. Jahrhundert“.
Uwe Habenicht
ist Theologe und Pfarrer in St. Gallen und Autor der Bücher „Leben mit leichtem Gepäck. Eine minimalistische Spiritualität“ sowie „Freestyle-Religion: Eigensinnig, kooperativ und weltzugewandt – eine Spiritualität für das 21. Jahrhundert“.
Carolin Hillenbrand
ist Politikwissenschaftlerin und Promovendin des Exzellenclusters Religion und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. In ihrer Promotion untersucht sie die Frage „Religion als Kitt oder Keil? Die Rolle der Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus empirischer, ländervergleichender Perspektive“.
Prof. Dr. Annette Langner-Pitschmann
ist Professorin für Theologie in globalisierter Gegenwart an der Goethe-Universität Frankfurt und forscht aktuell unter anderem zu den Themen „Imagination, Vergegenwärtigung, Konstruktion. Vorgestellte Wirklichkeit in Religion und Politik“ (Habilitationsprojekt) sowie „Demokratie, Ambiguität, Religion. Anthropologische und theologische Perspektiven“.
Dr. Sebastian Kiefer
ist Musikpädagoge, Philosoph und Autor, forschte und lehrte am Robert-Musil-Institut Klagenfurt und erhielt 2016 den erstmals vergebenen „neue texte“-Essaypreis.
Prof. em. Dr. Michael Klessmann
lehrte Praktische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und ist Lehrsupervisor in der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Seelsorge und Pastoralpsychologie. 2018 veröffentlicht er das Buch “Ambivalenz und Glaube. Warum sich in der Gegenwart Glaubensgewissheit zu Glaubensambivalenz wandeln muss“.
Julian Sengelmann
ist Pastor, Musiker, Moderator, Schauspieler und Autor, unter anderem des Buches „Glaube ja, Kirche nein? Warum sich Kirche verändern muss.“
Prof. Gunnar Spellmeyer
ist Designer, Professor für Industrial Design an der Hochschule Hannover, Entrepreneur und Innovator sowie Existenzanalytiker.